Städtischer Friedhof Altglienicke

Der städtische Friedhof Altglienicke hat eine Fläche von 23.500 Quadratmetern und liegt im Berliner Bezirk Treptow-Köpenick. Er wurde im Jahr 1910 von der evangelischen Gemeinde Niederschöneweide außerhalb des eigenen Ortskerns angelegt. Der Grund für diese Verlegung nach außen lag in den hohen Grundstückspreisen innerhalb des Orts.

Allerdings beklagten die Niederschöneweider, dass der Friedhof zu schlecht an die Verkehrsanbindung angeschlossen sei. Dieser Missstand wurde trotz unzähligen Antragstellungen der Gemeindemitglieder nicht behoben. Aus diesem Grund ist es auch nicht verwunderlich, dass der Friedhof mit der Eingemeindung der Orte Altglienicke und Niederschöneweide zu Groß-Berlin nach der Verstaatlichung aufgrund der verkehrsmäßig günstigeren Lage fortan von den Altglienicker genutzt wurde.

Aus diesem Grund wurde der Friedhof auch umbenannt und trägt heute den Namen Städtischer Friedhof Altglienicke. Noch heute können Besucher an der sogenannten „Gedenkstelle für die Gefallenen Niederschöneweides 1914-1918“ erkennen, wo der heutige Friedhof seine Wurzeln hat. Ähnliche Zeugen sind auch einige alte Grabstätten, in denen Mitglieder der Niederschöneweider Gemeinde Ruhen.

Neben den verschiedenen Gedenkstellen und Gräbern kann ein Besucher des Städtischen Friedhofs Altglienicke aber auch eine wunderschöne Kapelle auf dem Friedhofsgelände bewundern. Diese war aufgrund ihrer Lage im Speergebiet in der Zeit von 1969 bis 1981 für Besucher nicht mehr zugänglich und stark verfallen, konnte jedoch im Jahr 2000 umfangreich rekonstruiert werden.

Besucheradresse:
Ld. Friedhof Altglienicke
Schönefelder Chaussee 100
12524 Berlin

Verwaltung:
Bezirksamt Treptow-Köpenick von Berlin
Amt für Umwelt und Natur
Postfach 910240
12414 Berlin

Telefon: 030 90297-5983

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