Invalidenfriedhof

Der Invalidenfriedhof wurde in der Mitte des 18. Jahrhunderts in der direkten Nähe eines Invalidenhauses, welches auf Anordnung von König Friedrich II. von Preußen im Jahr 1746 errichtet wurde, im Berliner Bezirk Mitte angelegt. Die erste Beisetzung fand am 20. Dezember 1748 statt. Auch in den Folgejahren wurden noch viele Militärangehörige auf diesem Friedhof beigesetzt. Im 19. Jahrhundert stieg jedoch zunehmend die Anzahl der zivilen Gräber an. Grabdenkmäler erinnerten aber immer noch daran, dass es sich bei dem Invalidenfriedhof eigentlich um einen Militärfriedhof handelt, dieser Aspekt rückte aber zumindest bei den Beisetzungen immer mehr in den Hintergrund.

Zu Zeiten des Nationalsozialismus gewann der Invalidenfriedhof jedoch wieder an Bedeutung. Einige hochdatierte Nationalsozialisten wurden auf diesen Friedhof beigesetzt. Vielleicht war dies auch ein Grund dafür, dass der Invalidenfriedhof am Ende des Zweiten Weltkriegs zum Teil im großen Umfang zerstört wurde.

Die Zerstörungen waren sehr groß, hätten aber im Laufe der Zeit behoben werden können. Allerdings führte die Teilung Deutschlands dazu, dass sich der Invalidenfriedhof mittelst im Grenzgebiet befand. Die DDR ließ deshalb die Berliner Mauer, Teile davon sind sogar heute noch zu sehen, quer durch den Friedhof errichteten und erlaubte den Zutritt fortan nur mit besonderen Genehmigungsmarken.

Die Folge des Mauerbaus war neben Mauertoten auf dem Friedhof eine dramatische Reduzierung der Grabstellen, von einst 3.000 sind durch den Mauerbau nur rund 230 erhalten wurden und inzwischen durch ehrenamtliches Engagement wieder instand gesetzt.

Besucheradresse
Ld. Invaliden-Friedhof
Scharnhorststraße 33
10115 Berlin

Tägliche Öffnungszeiten

16. März-30. September 7.00-21.30 Uhr
01. Oktober-15. März 7.00-18.30 Uhr

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