Friedhof Grunewald

Der Friedhof Grunewald entstand in den Jahren 1891/92 in der gleichnamigen Villenkolonie. Heute wie schon damals ist und war der im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf liegende Friedhof von Bahngleisen eingeschlossen und somit von der Außenwelt weitgehend abgeschirmt. Diese isolierte Lage führte dazu, dass dieser Friedhof im Volksmund den Beinamen Toteninsel bekam. Nichtsdestotrotz ist dieser Friedhof einer der schönsten der Stadt Berlin, sodass er als Gartendenkmal geschützt ist.

So befinden sich beispielsweise auf dem Friedhof Grunewald viele Bäume, darunter vor allem Eichen, sowie eine neugotische Friedhofskapelle. Diese wurde von dem einstigen königlichen Garteninspektor Roer entworfen und im Mai 1892 eröffnet. Rund 10 Jahre später wurde an dieses Prachtstück eine passende Vorhalle angebaut. Neben diesen architektonischen Meisterwerken können die Besucher des Friedhofs Grunewald aber auch historischen Grabstätten, die zum Teil mit imposanten Skulpturen versehen sind, bestaunen.

Eine besondere Sehenswürdigkeit ist dabei die Grabstätte der Sudermanns, Sundermann war ein Journalist und Bühnenautor, der Ende des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts zu den größten Schriftstellern der Stadt Berlin zählte. Neben Künstlern und diversen Politkern haben sich auch viele Wissenschaftler auf dem Friedhof Grunewald beisetzten lassen. Als Beispiel hierfür ist Hans Geiger, der Entwickler des Geigerzählers zu nennen.

Besucheradresse:
Ld. Friedhof Grunewald
Bornstedter Straße 11
10711 Berlin

Tägliche Öffnungszeiten:
9.00 Uhr bis Einbruch der Dunkelheit

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