Parochialfriedhof

Der Parochialfriedhof liegt im Berliner Stadtteil Mitte und grenz direkt an die gleichnamige Parochialkirche an. Der Bau dieser Kirche begann im Jahr 1695. Nur wenige Jahre später, genau gesagt am 8. Juli 1703, wurde das Kirchgebäude geweiht. Zeitgleich wurde auch der Kirchhof, dieser ist unter dem Namen Parochialfriedhof bekannt, angelegt.

Die ersten Bestattungen fanden wenig später, laut den vorhanden Unterlagen ab dem Jahr 1706, statt. Trotz einer vergleichsweise geringen Fläche von weniger als 5.000 Quadratmetern sind auf diesem Friedhof weit über 5.000 Beisetzungen auf dem Begräbnisfeld sowie in den Seitengewölben dokumentiert.

Aufgrund der flächenmäßig hohen Begräbnisanzahl wurde der Parochialfriedhof im Jahr 1854 geschlossen, nur noch vereinzelt fanden manchmal Beisetzungen statt. Als Beispiel hierfür ist die Beisetzung von 2 Toten im Rahmen der Kriegswirren im Zweiten Weltkrieg zu nennen. Ihre Beisetzung sollte bisher auch die letzte auf dem Parochialfriedhof sein.

Dank dieser Schließung, die Einebnungen verhinderte, kann jedoch der Parochialfriedhof seinen Besuchern ein fast einzigartiges Zeugnis von der früheren Friedhofsgestaltung geben. So ist es auf dem Kirchhof der Parochialkirche möglich, Kreuz, Grabsteine und Mausoleen aus dem 17., 18. und 19. Jahrhundert zu bestaunen.

Besucheradresse

Ev. Parochialfriedhof
Klosterstr. 6567
10179 Berlin

Tägliche Öffnungszeiten

Sommer 8.00 Uhr-18.00 Uhr
Winter 9.00 Uhr-17.00 Uhr

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